Der Hamburger Vermögensverwalter LAIQON (DE000A12UP29) legt ehrgeizige Pläne vor. Mit der Strategie „GROWTH 28“ will das Unternehmen bis 2028 ein verwaltetes Vermögen von über 15 Milliarden Euro erreichen. Der Umsatz soll auf mehr als 82 Millionen Euro steigen.
Übernahme bringt sofortigen Schub
Das verwaltete Vermögen (Assets under Management) stieg binnen zwei Monaten um 39 Prozent auf 9,75 Milliarden Euro. Dieser beeindruckende Sprung resultiert hauptsächlich aus der Übernahme von MainFirst-Portfolios im Wert von 2,1 Milliarden Euro. Das erfahrene Fondsmanager-Team wechselte komplett zu LAIQON.
Solche Übernahmen sind für kleinere Asset Manager oft der schnellste Weg zum Wachstum. Allerdings kommt es darauf an, die übernommenen Kunden langfristig zu halten. Hier wird sich in den kommenden Quartalen zeigen, ob die Integration gelingt.
LAIQON zeigt erste Erfolge bei der Profitabilität
Die Halbjahreszahlen stimmen optimistisch. Das EBITDA verbesserte sich deutlich um 2,13 Millionen Euro auf minus 0,82 Millionen Euro. Damit rückt die Gewinnzone in greifbare Nähe. Bereits für 2026 prognostiziert das Management ein positives EBITDA zwischen 4,5 und 7,5 Millionen Euro.
Diese Entwicklung ist typisch für wachsende Asset Manager. Mit steigendem verwalteten Vermögen greifen Skalierungseffekte. Die Fixkosten verteilen sich auf eine breitere Basis, während die Managementgebühren proportional steigen.
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Ambitionierte Ziele bis 2028
Die Guidance für 2028 klingt ambitioniert: Über 15 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen und mehr als 27 Millionen Euro EBITDA. Das würde eine EBITDA-Marge von über 30 Prozent bedeuten – ein beachtlicher Wert für die Branche.
CEO Achim Plate, dessen Vertrag vorzeitig bis Ende 2028 verlängert wurde, setzt dabei auf Künstliche Intelligenz als Differenzierungsmerkmal. Die KI-Tochter LAIC soll LAIQON von der Konkurrenz abheben. In einem hart umkämpften Markt braucht es solche Alleinstellungsmerkmale.
Solide Basis für weiteres Wachstum
LAIQON hat eine beachtliche Transformation vollzogen. Das Unternehmen kombiniert geschickt organisches Wachstum mit strategischen Übernahmen. Diese Doppelstrategie ist in der Asset-Management-Branche durchaus bewährt und ermöglicht schnellere Skalierung.
Die für 2026 angestrebte Dividendenfähigkeit unterstreicht das Vertrauen des Managements in die eigene Strategie. Mit über 30 Jahren Marktpräsenz und einer robusten Plattform-Technologie verfügt LAIQON über eine solide Basis für die angestrebten Ziele.
Besonders interessant ist der KI-Ansatz, der dem Unternehmen helfen könnte, sich in einem wettbewerbsintensiven Markt zu differenzieren. Die kommenden Quartale werden zeigen, wie erfolgreich die Integration der MainFirst-Portfolios verläuft und ob die Wachstumsstrategie wie geplant aufgeht.







