Der Marktbericht für den 04. Dezemeber 2025: Die vorbörslichen Indikationen versprechen einen freundlichen Start, getragen von einer stabilen Wall Street und festen Märkten in Asien. Der DAX-Future notiert leicht im Plus, nachdem der Index gestern bei 23.694 Punkten den Sprung über wichtige Durchschnittslinien verpasste . Inflations- und Zinsthemen bleiben bestimmend: Die Realrenditen in Europa steigen weiter, was auf höheres Anleiheangebot und geringere Nachfrage zurückgeführt wird . Entscheidend für den heutigen Handel sind die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe – der Markt rechnet weiter mit einer Zinssenkung im Dezember.
Aus deutscher Sicht stehen heute Aurubis und Ottobock im Fokus.
Aurubis: Zahlen liefern ersten Impuls
Der Kupferverarbeiter aus dem MDAX präsentierte am Morgen die vollständigen Jahreszahlen. Kupferpreise bewegen sich stabil, notieren aber leicht schwächer bei rund 11.460 USD je Tonne . Für die Aktie bedeutet das ein gemischtes Umfeld: Die asiatischen Märkte signalisieren zwar Risikobereitschaft, zugleich belasten steigende Realrenditen die Bewertung zyklischer Industrieunternehmen. Da der DAX-Future jedoch freundlich tendiert, sind kurze technische Erholungen denkbar. Entscheidend wird der Ausblick des Managements, insbesondere zu Schmelzgebühren und Kapazitäten für 2026.
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Ottobock: Frisch im SDAX – und direkt im Rampenlicht
Die Deutsche Börse hat entschieden: Ottobock steigt am 22. Dezember in den SDAX auf und rückt damit stärker ins Anlegerfeld der Nebenwertewelt . Der Prothesenhersteller profitiert von stabiler globaler Nachfrage nach Medizintechnik, auch wenn der Gesamtmarkt gestern eher verhalten agierte. Die Aktie startet in einen Markt, der von skeptischen Anleiheinvestoren geprägt ist, aber wieder leichte Zuversicht zeigt. Für den heutigen Tag ist das Momentum vor allem durch den SDAX-Effekt bestimmt – Fondsanpassungen könnten erste Kursbewegungen auslösen. Siehe auch unsere aktuelle Analyse zu Ottobock.
Uniper: Gespräche über möglichen Börsengang
Nach Reuters-Informationen favorisiert die Bundesregierung einen Börsengang, um den Staatsanteil perspektivisch zu reduzieren . Für den Energiesektor bedeutet das steigende Aufmerksamkeit auf Bewertungsniveau und erneuerbare Geschäftsbereiche. Nebenwerte wie Encavis oder 7C Solarparken könnten im Fahrtwind stehen, sollten Marktteilnehmer auf strukturelle Reprivatisierungen blicken.
Hensoldt & Rheinmetall: Rüstung bleibt gefragt
Die jüngsten erfolglosen Ukraine-Gespräche zwischen den USA und Russland haben Anleger erneut zu Rüstungswerten greifen lassen: Bei Hensoldt lagen die Ausschläge zuletzt bis +4 %, bei Rheinmetall rund +2 % . Da heute erneut politische Termine anstehen – u. a. Merz mit den Ministerpräsidenten sowie der Indien-Besuch Putins – bleiben die Titel volatil. Die defensive Stärke des Segments könnte sich im frühen Handel fortsetzen.







