Die Mutares SE & Co. KGaA (DE000A2NB650) steht wahrscheinlich vor dem nächsten Portfolio-Exit. Das französische Unternehmen Fouré Lagadec aus der SNEF Group will das Stahlspezialisten Clecim kaufen.
Erfolgreiche Transformation nach bewährtem Schema
Der Deal zeigt das typische Mutares-Muster: Ein Unternehmen in der Krise übernehmen, sanieren und dann gewinnbringend verkaufen. Clecim kam 2021 von der Primetals Technologies Group zu den Münchnern. Damals befand sich der Anlagenbauer für Stahlverarbeitung in schwierigem Fahrwasser.
Unter CEO Thomas Comte gelang die Wende. Das Unternehmen konzentrierte sich auf Kernprodukte und straffe Prozesse. Zusätzlich erschloss Clecim neue Märkte wie Verteidigung und Energie. Diese Diversifizierung reduzierte die Abhängigkeit vom zyklischen Stahlgeschäft.
Mutares SE & Co. KGaA erzielt über zehnfachen Return
Mit einem Umsatz von 55 Millionen Euro und 200 Mitarbeitern ist Clecim kein Riese. Aber die Zahlen stimmen: Mutares spricht von einem Return on Invested Capital (ROIC) von über zehn. Das bedeutet mehr als das Zehnfache des eingesetzten Kapitals als Gewinn.
Diese Rendite unterstreicht die Kompetenz des Mutares-Teams. Die Private-Equity-Gesellschaft versteht ihr Handwerk im Bereich Restrukturierung und Optimierung. Allerdings bleibt die genaue Kaufsumme von 2021 und der aktuelle Verkaufspreis unbekannt.
Strategischer Käufer plant internationalen Ausbau
Fouré Lagadec als Teil der SNEF Group ist ein logischer Käufer. Als strategischer Investor kann das französische Unternehmen Synergien nutzen und Clecim international ausbauen. Der Abschluss soll im vierten Quartal 2025 erfolgen.
Zunächst müssen aber die Betriebsräte konsultiert werden. In Frankreich haben Arbeitnehmervertreter bei Unternehmensverkäufen Mitspracherechte. Diese Hürde verzögert den Deal, ist aber rechtlich vorgeschrieben.
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