Der Wohnmobil- und Caravan-Hersteller Knaus Tabbert (DE000A2YN504) hat seine Ergebnisprognose nach unten korrigiert. Die bereinigte EBITDA-Marge wird nun zwischen 3,2 und 4,2 Prozent erwartet. Bisher lag die Prognose bei 5,0 bis 5,5 Prozent. Der Umsatz bleibt stabil bei rund einer Milliarde Euro.
Positive Messen, aber harter Preisdruck
Die jüngsten Caravan-Messen zeigten durchaus positive Auftragseingänge. Dennoch herrscht weiterhin intensiver Preisdruck in der Branche. Starker Wettbewerb und ein bestehender Angebotsüberhang machen verkaufsfördernde Maßnahmen nötig. Das belastet die Margen erheblich.
Die Ursachen liegen in der Vergangenheit: Die Überproduktion der Vorjahre wirkt noch immer nach. Händler bestellen vorsichtiger und entlang der gesamten Lieferkette wurden Kapazitäten angepasst. Das bremst auch die Produktion bei Knaus Tabbert.
Knaus Tabbert kämpft gegen Überbestände
Branchenweit normalisieren sich die Bestände nur langsam. Der Markt ist noch nicht im Gleichgewicht. Händler sitzen teilweise noch auf Überbeständen aus den Corona-Jahren, als der Camping-Boom alle Prognosen sprengte. Jetzt rächt sich die damalige Euphorie.
Strukturelle Probleme der gesamten Branche
Die Anpassungen betreffen nicht nur die Hersteller. Auch Zulieferer und Händler kämpfen mit der neuen Realität. Das vorsichtige Bestellverhalten der Handelsbetriebe ist nachvollziehbar, erschwert aber die Planbarkeit für die Produzenten.
Knaus Tabbert zeigt sich dennoch optimistisch für die Zukunft. Das Marktumfeld bleibt grundsätzlich positiv. Die Menschen haben Lust auf Reisen mit dem eigenen Fahrzeug. Doch bis sich Angebot und Nachfrage wieder im Einklang befinden, wird es dauern.
Die Prognose-Anpassung ist ehrlich und transparent. Besser jetzt reagieren als später überrascht werden. Anleger schätzen solche Klarheit meist mehr als übertriebenen Optimismus.







