Die Münchener Beteiligungsgesellschaft Mutares (DE000A2NB650) hat im ersten Halbjahr 2025 ihre Ertragskraft eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das Nettoergebnis der Holding sprang um 32 Prozent auf 69,8 Millionen Euro – ein starkes Signal für die Geschäftsstrategie.
Portfolioausbau treibt Konzernumsatz
Der Konzernumsatz kletterte um 19 Prozent auf beeindruckende 3,1 Milliarden Euro. Acht abgeschlossene Akquisitionen im ersten Halbjahr untermauern die aggressive Wachstumsstrategie. Für zwei weitere Übernahmen stehen die Verträge bereits, der Abschluss erfolgt zeitnah.
Das EBITDA explodierte geradezu auf 598,2 Millionen Euro nach 71,6 Millionen Euro im Vorjahr. Hier schlagen allerdings transaktionsbedingte Effekte durch: Gewinne aus günstigem Erwerb („Bargain Purchase“) summierten sich auf 533,2 Millionen Euro.
Mutares meistert schwierige Segmente
Das um Sondereffekte bereinigte Adjusted EBITDA zeigt die operative Realität: Minus 88,5 Millionen Euro nach plus 15,7 Millionen Euro im Vorjahr. Besonders die Segmente Automotive & Mobility und Retail & Food kämpfen mit einem herausfordernden Umfeld.
Dem stehen erfreuliche Fortschritte bei Efacec, SFC Solutions, Guascor Energy und anderen Beteiligungen gegenüber. Das zeigt: Mutares‘ Restrukturierungs-Know-how greift, braucht aber Zeit.
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Exit-Aktivität soll anziehen
Highlight war der Teilverkauf der Beteiligung Steyr Motors, der wesentlich zum Halbjahresergebnis beitrug. Fünf Verkaufstransaktionen wurden abgeschlossen, dazu kam der Börsengang der Terranor Group in Stockholm.
Für die zweite Jahreshälfte erwartet der Vorstand deutlich mehr Exit-Aktivität. Die Vielzahl angestoßener Verkaufsprozesse verspricht weitere Ergebnisbeiträge.
Mutares bestätigt ambitionierte Ziele
Die Prognose bleibt unverändert: Konzernumsatz zwischen 6,5 und 7,5 Milliarden Euro, Holding-Jahresüberschuss zwischen 130 und 160 Millionen Euro für 2025. Bis 2028 sollen es 10 Milliarden Euro Konzernumsatz und 200 Millionen Euro Holding-Gewinn werden.
Zusätzlich plant Mutares eine Neusegmentierung mit vier statt drei Bereichen. Das neue Segment „Infrastructure & Special Industry“ soll strukturell wachstumsstarke und konjunkturresistente Geschäfte bündeln.
Für Anleger bleibt Mutares ein typisches Turnaround-Investment: Hohe Volatilität, aber auch beträchtliche Chancen bei erfolgreicher Portfoliotransformation.







