Der Verbindungstechnik-Spezialist NORMA Group (DE000A1H8BV3) hat das zweite Quartal 2025 trotz eines herausfordernden Marktumfelds mit einer soliden Performance gemeistert. Der Umsatz sank zwar um 5,2 Prozent auf 290,4 Millionen Euro, doch das bereinigte operative Ergebnis von 23,4 Millionen Euro zeigt die operative Stärke des Unternehmens.
NORMA Group hält Marge stabil
Das schwächere Quartal überrascht nicht wirklich. Währungseffekte drückten allein um 3,0 Prozent auf den Umsatz – der schwache Dollar macht deutschen Exporteuren derzeit das Leben schwer. Hinzu kam eine gedämpfte Nachfrage aus wichtigen Kundenindustrien. Die bereinigte EBIT-Marge von 8,1 Prozent liegt nur leicht unter dem Vorjahresniveau von 8,5 Prozent.
Das zeigt: Trotz rückläufiger Erlöse kann das Management die Kostenseite im Griff behalten. Besonders erfreulich ist die deutliche Verbesserung gegenüber dem ersten Quartal, als die Marge nur bei mageren 3,6 Prozent lag. Die sequenzielle Entwicklung stimmt optimistisch.
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Transformation zum Industriezulieferer läuft
Spannend wird die angekündigte Transformation zum fokussierten Industriezulieferer. Der geplante Verkauf des Geschäftsbereichs Water Management soll das Unternehmen auf sein Kerngeschäft mit hochentwickelter Verbindungstechnologie fokussieren. Das Maßnahmenpaket verspricht bis 2028 kumulierte Einsparungen von bis zu 91,5 Millionen Euro bei Umsetzungskosten von maximal 61 Millionen Euro.
Prognose bestätigt – Vorsicht bleibt angebracht
Der Vorstand bestätigt die Jahresprognose mit einem Umsatz zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Euro sowie einer bereinigten EBIT-Marge von 6 bis 8 Prozent. Das ist angesichts der aktuellen Marktlage realistisch. Die geopolitischen Unsicherheiten und die niedrige Kapazitätsauslastung in wichtigen Kundenindustrien wie Automobilproduktion und Maschinenbau bleiben Belastungsfaktoren.
Dennoch zeigt NORMA Group mit der hohen Kostendisziplin und der konsequenten strategischen Ausrichtung, dass das Unternehmen auch schwierige Zeiten meistern kann. Die moderate Erholung der Nachfrage in den kommenden Monaten könnte dem Aktienkurs neuen Schwung verleihen.







