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ParTec nimmt NVIDIA ins Visier

August 12, 2025
in News
ParTec nimmt NVIDIA ins Visier

Der Münchner Supercomputer-Spezialist ParTec (DE000A3E5A34) macht Ernst im Patentstreit mit NVIDIA. Eine weitere Klage beim Einheitlichen Patentgericht in München soll den Chip-Riesen zum Einlenken zwingen. Im Zentrum steht die dynamische Modulare System Architektur (dMSA) – ParTecs technologisches Kronjuwel.

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ParTec kämpft um seine Patente

Die Geschichte liest sich wie ein Tech-Thriller: 2019 führten ParTec und NVIDIA Gespräche über eine mögliche Kooperation. ParTec legte dabei seine wichtigsten Patente offen. Die Zusammenarbeit kam nicht zustande, aber NVIDIA nutzt offenbar trotzdem ParTecs Technologie.

CEO Bernhard Frohwitter sieht darin ein strukturelles Problem: „Die USA haben derzeit ein Quasi-Monopol in diesem Bereich.“ Das mache europäische Unternehmen abhängig und gefährde Europas Position als Hightech-Standort.

NVIDIA blockiert Geschäfte

Besonders brisant: NVIDIA liefert keine GPUs mehr für ParTec-Projekte. Der Grund laut NVIDIA: die Klage gegen Microsoft in Texas. Das riecht nach wettbewerbswidrigem Verhalten und könnte kartellrechtliche Konsequenzen haben.

ParTec fordert nicht nur Schadenersatz, sondern auch ein Vertriebsverbot für wesentliche NVIDIA-Produkte in 18 europäischen Ländern. Das wäre ein Milliardenmarkt. Für ParTec geht es um die Durchsetzung seiner Patentrechte – und um die technologische Souveränität Europas.

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Europäische KI-Infrastruktur im Fokus

ParTec positioniert sich als Vorkämpfer für eine unabhängige europäische KI-Infrastruktur. Die dMSA-Technologie ermöglicht es, verschiedene Prozessortypen intelligent zu kombinieren – auch während laufender Berechnungen. Diese Flexibilität ist entscheidend für moderne Supercomputer.

Das Münchner Unternehmen betreibt bereits einige der größten Supercomputer Europas und arbeitet am Aufbau einer europäischen Alternative zu den amerikanischen Tech-Giganten. Der Patentstreit mit NVIDIA ist daher mehr als nur ein rechtlicher Konflikt – es geht um die Zukunft der europäischen Technologie-Souveränität.

Schlagwörter: DE000A3E5A34FNPartec
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