Die PNE AG (DE000A0JBPG2) zeigt sich trotz widriger Umstände stabil und bleibt optimistisch. Das erste Halbjahr 2025 brachte zwar Herausforderungen, doch der Windenergie-Spezialist aus Cuxhaven beweist erneut seine Widerstandsfähigkeit.
Schwacher Wind bremst Ergebnis
Das Windaufkommen im ersten Quartal war außergewöhnlich schwach. Selbst das bessere zweite Quartal konnte diese Delle nicht vollständig ausgleichen. Die Stromproduktion der eigenen Windparks lag daher unter den Erwartungen. Diese Witterungsabhängigkeit zeigt sich in den Zahlen: Die Gesamtleistung blieb mit 173,8 Millionen Euro stabil, aber das EBITDA sank von 8,7 auf 4,7 Millionen Euro.
Das Betriebsergebnis rutschte von minus 6,9 auf minus 14,0 Millionen Euro ab. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie verschlechterte sich auf minus 0,40 Euro. Dennoch bleiben die Fundamentaldaten intakt: 366 Gigawattstunden Strom wurden produziert und damit 277.000 Tonnen CO2 eingespart.
Starke Pipeline verspricht Wachstum
Doch es gibt auch positive Nachrichten. Vier neue Windparks gingen in Betrieb und das Eigenbetriebsportfolio wuchs auf 491 Megawatt. Besonders erfreulich: Die Genehmigungen für neue Projekte mit 489 Megawatt Gesamtleistung zeigen das Wachstumspotenzial.
Die Projektpipeline von 19 Gigawatt unterstreicht die langfristige Perspektive. Allein in Deutschland beträgt die Pipeline 4,2 Gigawatt, weitere 12,3 Gigawatt kommen aus internationalen Märkten. Diese Diversifikation reduziert Risiken und eröffnet neue Chancen.
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PNE AG setzt auf starke zweite Jahreshälfte
Vorstandschef Heiko Wuttke gibt sich zuversichtlich. Bereits im Juli und August konnte das Unternehmen wichtige Projektverkäufe abschließen. Der Windpark „Sundern-Allendorf“ mit 34 Megawatt ging Anfang August über den Tisch, ein französisches Projekt mit 14,4 Megawatt bereits im Juli.
Das Servicegeschäft läuft weiter auf Erfolgskurs. Mit 2.877 Megawatt betreutem Auftragsvolumen im Betriebsmanagement zeigt sich die Stabilität der wiederkehrenden Erträge. Diese Diversifikation macht PNE weniger abhängig von Projektverkäufen.
Optimistische Guidance bestätigt
Die bestätigte Guidance von 70 bis 110 Millionen Euro EBITDA für 2025 unterstreicht das Vertrauen des Managements. Mit dieser Prognose dürfte PNE die Investoren bei der Stange halten. Die solide Bilanz und die gut gefüllte Pipeline schaffen Vertrauen für die kommenden Jahre.







