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RHÖN-KLINIKUM trotzt schwierigem Branchenumfeld

November 7, 2025
in News
RHÖN-KLINIKUM trotzt schwierigem Branchenumfeld

Die RHÖN-KLINIKUM AG (ISIN: DE0007042301) hat die ersten neun Monate 2025 mit einem Umsatzplus von knapp acht Prozent abgeschlossen. Der Klinikbetreiber steigerte die Erlöse auf 1,26 Milliarden Euro, während die Zahl der behandelten Patienten um 2,5 Prozent auf rund 705.800 zulegte. Allerdings belasteten der Wegfall staatlicher Energiekostenzuschüsse und gestiegene Betriebskosten das Ergebnis. Das EBITDA sank leicht auf 71,8 Millionen Euro, der Konzerngewinn fiel auf 25,1 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote blieb mit knapp 72 Prozent auf einem soliden Niveau. Trotz der Herausforderungen zeigt sich das Unternehmen damit stabiler als viele Wettbewerber in der angespannten Krankenhausbranche.

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Politische Unsicherheiten belasten weiterhin

Die Ergebnisse spiegeln die schwierige Lage der deutschen Krankenhäuser wider. Im Vorjahr hatte der Gesetzgeber noch Erstattungen für erhöhte Energieaufwendungen in Höhe von 13 Millionen Euro gewährt – diese Unterstützung fiel 2025 weg. Hinzu kommen Tarifsteigerungen und anhaltend hohe Bezugspreise als Folge geopolitischer Krisen. Vorstand Dr. Gunther Weiß fordert von der Bundesregierung klare Lösungen: „Die Krankenhäuser brauchen dringend Antworten auf die strukturelle Unterfinanzierung und die Überbürokratisierung.“ Die aktuellen Entwürfe zum Krankenhausreformanpassungsgesetz würden diese zentralen Punkte nicht ausreichend berücksichtigen.

Solide Basis trotz Gegenwind

Vorstandskollege Dr. Stefan Stranz betont die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens: „Wir entwickeln uns weiterhin stabil, insbesondere im Vergleich zur insgesamt angespannten Situation der Branche in Deutschland.“ Die hohe Eigenkapitalquote von fast 72 Prozent unterstreicht die solide Finanzstruktur. Mit fünf Standorten – darunter Campus Bad Neustadt, die Unikliniken Gießen und Marburg sowie die Zentralklinik Bad Berka – behandelt RHÖN-KLINIKUM jährlich rund 913.000 Patienten und beschäftigt über 18.700 Mitarbeiter.

Prognose bestätigt – mit Vorbehalten

Für das Gesamtjahr 2025 rechnet der Konzern mit einem Umsatz von etwa 1,7 Milliarden Euro, bei einer Schwankungsbreite von plus/minus fünf Prozent. Das EBITDA soll zwischen 110 und 125 Millionen Euro liegen. Bei den nichtfinanziellen Kennzahlen wie Fallzahlen und Bewertungsrelationen erwartet das Management eine moderate Steigerung. Allerdings steht diese Prognose unter erheblichen Unsicherheiten: weltweite Krisen mit Auswirkungen auf Preise und Lieferketten sowie weitere mögliche regulatorische Eingriffe könnten die Entwicklung beeinflussen. Die strategische Partnerschaft mit Asklepios und das innovative Campus-Konzept für den ländlichen Raum sollen RHÖN-KLINIKUM langfristig wettbewerbsfähig halten.

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Schlagwörter: DE0007042301FNRhön Klinikum
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