Der CAD-Spezialist zeigt eindrucksvoll, wie sich Geschäftsmodell-Umstellungen auszahlen können. Die Margen erreichen neue Rekordwerte.
Autodesk-Umstellung trägt Früchte
Mensch und Maschine Software (DE0006580806) hat im ersten Halbjahr das zweitstärkste Ergebnis der Firmengeschichte erzielt. Trotz eines Umsatzrückgangs um 31 Prozent auf 120,87 Millionen Euro stieg die EBIT-Rendite von 15,9 auf beachtliche 22,1 Prozent. Der Grund liegt in der Umstellung des Autodesk-Geschäfts.
Früher kaufte MuM Software ein und verkaufte sie weiter. Heute arbeitet das Unternehmen auf Provisionsbasis. Dadurch fällt zwar Umsatz weg, aber die Margen steigen deutlich. Diese Entwicklung war geplant und zeigt sich nun in den Zahlen.
MuM profitiert von höheren Margen
Der Rohertrag blieb mit 93,32 Millionen Euro nahezu stabil. Die Rohmarge sprang jedoch auf 77,2 Prozent. Das ist ein beeindruckender Wert für ein Softwarehaus. Besonders das Digitalisierungs-Segment zeigt mit 64,2 Prozent eine deutliche Verbesserung.
Das EBIT erreichte 26,76 Millionen Euro. Dabei steuerte das Software-Geschäft 18,62 Millionen Euro bei. Der Nettogewinn lag bei 17,50 Millionen Euro oder 105 Cent je Aktie. Diese Werte unterstreichen die Qualität des Geschäftsmodells.
Mensch und Maschine Software bleibt optimistisch
Das Management bestätigt die Jahresziele. Beim Rohertrag wird ein Plus von 5 bis 7 Prozent angestrebt. Das Ergebnis je Aktie soll um 9 bis 19 Prozent steigen. Für 2026 plant das Unternehmen sogar noch stärkeres Wachstum.
Die Dividende soll von 185 auf 205 bis 215 Cent steigen. Das zeigt das Vertrauen in die weitere Entwicklung. Der operative Cashflow war mit 14,69 Millionen Euro erwartungsgemäß niedriger. Dies ist ein technischer Effekt der Geschäftsmodell-Umstellung und wird bis Ende 2026 anhalten. Langfristig profitiert MuM jedoch von der neuen Struktur.







