Die 3U Holding AG (ISIN: DE0005167902) hat ihre vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Auf den ersten Blick wirken die Kennzahlen ernüchternd. Umsatz und Ergebnis liegen unter dem Vorjahr, und operativ rutschte der Konzern sogar in die Verlustzone. Doch hinter den Zahlen steckt vor allem ein Jahr des Umbaus.
Mehrere Geschäftsbereiche wurden neu ausgerichtet, Investitionen in Zukunftsfelder vorangetrieben und strukturelle Veränderungen umgesetzt. Genau diese Faktoren prägen den Blick auf die aktuelle Entwicklung und sie erklären auch, warum das Management bereits für 2026 wieder deutlich bessere Ergebnisse erwartet.
Werbung
Jetzt mit 0 € Ordergebühr über Smartbroker+ handeln
3U Holding: Zahlen zeigen Umbauphase
Der Konzernumsatz lag 2025 bei rund 53 Mio. Euro und damit etwas unter dem Vorjahreswert von 55,7 Mio. Euro. Entscheidender ist jedoch der Blick auf die Profitabilität. Das EBITDA rutschte von zuvor 3,8 Mio. Euro auf etwa minus 3,7 Mio. Euro. Hauptgründe waren höhere Personalkosten, zusätzliche Aufwendungen im Zusammenhang mit geplanten Akquisitionen sowie Restrukturierungsmaßnahmen insbesondere im SHK-Segment.
Gerade dieser Geschäftsbereich stand im Mittelpunkt des operativen Gegenwinds. Zwar stieg der Umsatz durch die Integration der EMPUR-Gruppe auf über 36 Mio. Euro. Organisch blieb das Geschäft jedoch schwach. Die Baukonjunktur entwickelte sich schleppend, und die Nachfrage im Installationsbereich war verhalten. Gleichzeitig führten zusätzliche Integrations- und Beratungskosten zu einem deutlich negativen Segmentergebnis.
Stabile Säulen: ITK und erneuerbare Energien
Wesentlich stabiler präsentierten sich die beiden anderen Geschäftssegmente. Im ITK-Bereich ging der Umsatz zwar zurück, was vor allem auf den strategischen Rückzug aus dem klassischen Voice-Retail-Geschäft zurückzuführen ist. Dennoch blieb die Profitabilität solide. Das Segment bleibt damit eine wichtige Cashflow-Quelle für den Konzern.
Noch interessanter ist die Entwicklung im Bereich erneuerbare Energien. Hier liefen 2025 umfangreiche Arbeiten im Rahmen des Repowering-Projekts eines Windparks. Dadurch fielen Umsatz und Ergebnis kurzfristig etwas niedriger aus. Mit der Inbetriebnahme der neuen Anlagen zu Beginn des Jahres 2026 dürfte sich dieses Bild jedoch deutlich verändern. Das Unternehmen erwartet in diesem Segment künftig deutlich höhere Erlöse und Ergebnisse.
Perspektiven für 2026: deutliche Verbesserung geplant
Der Ausblick für das laufende Jahr zeigt klar, wohin die Reise gehen soll. Der Vorstand rechnet mit einem Umsatz zwischen 55 und 60 Mio. Euro sowie einem EBITDA von 6 bis 8 Mio. Euro. Damit würde sich die operative Profitabilität deutlich verbessern.
Der wichtigste Treiber dafür dürfte das Energiegeschäft werden. Hier erwartet der Konzern mehr als eine Verdopplung der Erlöse. Gleichzeitig soll sich auch das SHK-Segment schrittweise stabilisieren, auch wenn für diesen Bereich zunächst noch ein leicht negatives Ergebnis prognostiziert wird.
Insgesamt wirkt 2025 damit wie ein klassisches Transformationsjahr. Kurzfristig belasteten Investitionen und Restrukturierungen die Zahlen. Langfristig könnte der Konzern jedoch stärker ausgerichtet sein auf stabile Cashflows aus ITK, wachstumsstarke Energiethemen und ein restrukturiertes SHK-Geschäft.









