Die Neuausrichtung schreitet voran. HomeToGo (ISIN: LU2290523658) hat diese Woche seine Prognose für das laufende Jahr angepasst und gibt damit erstmals einen konkreten Ausblick auf die Auswirkungen der Interhome-Übernahme. Die Zahlen zeigen: Das Unternehmen hat sich grundlegend gewandelt.
Vom Marktplatz zum B2B-Konzern
Mit dem Closing am 28. August wurde aus dem Ferienhausmarktplatz ein vertikal integrierter Anbieter mit klarem B2B-Fokus. Interhome, Europas zweitgrößte Ferienhausverwaltung, bringt über 40.000 Ferienimmobilien in 28 Ländern mit. Das verschiebt die Gewichte deutlich: Machte das B2B-Geschäft bisher nur ein Drittel des Umsatzes aus, sind es nun zwei Drittel.
Buchhalterische Effekte verzerren
Die offizielle Prognose für den Jahresabschluss fällt allerdings deutlich verhaltener aus. Beim Umsatz werden nun mehr als 260 Millionen Euro erwartet, beim EBITDA nur noch über 11 Millionen Euro statt zuvor 19 Millionen. Das liegt an den Rechnungslegungsvorschriften: Interhome darf erst ab dem Closing-Datum in die Bücher. Die gewinnstarken Sommermonate fehlen also, während das traditionell verlustbringende vierte Quartal voll durchschlägt.
Warum der Deal dennoch „transformatorisch“ ist und sich Anleger auf das kommende Jahr freuen können, haben wir mit Sebastian Bielski besprochen. Der Finanzvorstand von HomeToGo erläutert im Interview, warum die Pro-forma-Zahlen aussagekräftiger sind als die Statutory-Guidance, wie die Integration läuft und welche Margenziele mittelfristig realistisch sind.
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