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Kann Evotec das Nierenversagen stoppen?

Juni 25, 2025
in News
Kann Evotec das Nierenversagen stoppen?

Die Evotec SE (DE0005664809) steigt in die Nierenforschung ein. Das Hamburger Unternehmen beteiligt sich am NURTuRE-AKI-Konsortium und will neue Medikamente gegen akutes Nierenversagen entwickeln. Ein Durchbruch in der Medizin?

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Was ist akutes Nierenversagen?

Akutes Nierenversagen (AKI) ist eine plötzliche Verschlechterung der Nierenfunktion. Die Nieren können Giftstoffe nicht mehr richtig aus dem Blut filtern. Das kann lebensbedrohlich werden und oft zu chronischen Nierenproblemen führen.

Hauptursachen sind Blutdruckschwankungen und Kontrastmittel bei Herzoperationen. Etwa 30 Prozent aller Herzoperationen führen zu AKI. Bei zwei Millionen Herzoperationen jährlich weltweit ist das ein riesiges Problem. Bisher gibt es keine wirksamen Behandlungen.

Evotec sammelt Patientendaten

Das NURTuRE-AKI-Projekt sammelt biologische Proben und klinische Daten von AKI-Patienten. Die Forscher nehmen Blut-, Urin- und Gewebeproben zu verschiedenen Zeitpunkten. Diese werden mit modernsten Analysemethoden untersucht.

Ziel ist es, die molekularen Ursachen von AKI zu verstehen. Nur wer weiß, was genau in den Nieren schiefläuft, kann gezielt Medikamente entwickeln. Die Datenbank wird die weltweit umfassendste Sammlung zu AKI.

Drei Patientengruppen im Fokus

Die Studie untersucht drei verschiedene Gruppen: 400 erwachsene Herzoperations-Patienten, 150 Kinder nach Herzoperationen und 400 Erwachsene mit fortschreitendem Nierenfunktionsverlust. Diese Vielfalt soll alle wichtigen AKI-Formen abdecken.

Die Proben werden über drei Jahre an 13 NHS-Kliniken in Großbritannien gesammelt. Evotec arbeitet dabei mit AstraZeneca, Nephrolyx und Kidney Research UK zusammen. Das zeigt die Bedeutung des Projekts.

Chancen für neue Medikamente

Für Evotec eröffnet die Partnerschaft große Chancen. Das Unternehmen kann seine Expertise in der Wirkstoffforschung nutzen und neue Therapieansätze entwickeln. Der Nierenmarkt ist riesig und hat wenig Konkurrenz.

Die gesammelten Daten fließen in Evotecs molekulare Patientendatenbank ein. Diese enthält bereits Informationen zu vielen Krankheiten. Je mehr Daten verfügbar sind, desto gezielter können neue Medikamente entwickelt werden.

Langer Weg bis zur Marktreife

Allerdings sollten Anleger realistische Erwartungen haben. Von der Grundlagenforschung bis zum fertigen Medikament dauert es meist zehn bis 15 Jahre. Viele Projekte scheitern in der Entwicklung. Erfolg ist nie garantiert.

Trotzdem ist das AKI-Projekt ein wichtiger Baustein für Evotecs Zukunft. Das Unternehmen positioniert sich als Spezialist für schwer behandelbare Krankheiten. Das kann sich langfristig auszahlen.

Schlagwörter: DE0005664809EvotecFN
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