Der Explosionsschutz-Spezialist R. Stahl (DE000A1PHBB5) bekommt die weltweiten Handelshemmnisse deutlich zu spüren. Der Umsatz brach im ersten Halbjahr um 13,1 Prozent auf 151,2 Millionen Euro ein, das EBITDA vor Sondereinflüssen halbierte sich nahezu auf 8,9 Millionen Euro.
Auftragseingang schwankt stark zwischen den Quartalen
Nach einem sehr starken ersten Quartal mit 98,8 Millionen Euro Auftragseingang kühlte sich die Nachfrage im zweiten Quartal deutlich ab. Insgesamt ging der Ordereingang um 8,3 Prozent auf 165,8 Millionen Euro zurück. Besonders die Zentralregion Europa verzeichnete deutliche Rückgänge, während Amerika und Asien leicht zulegen konnten.
R. Stahl leitet Kostensenkungen ein
Die Profitabilität ist stark unter Druck geraten. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen fiel von 11,1 auf nur noch 5,9 Prozent. Das Konzernergebnis rutschte mit minus 5,0 Millionen Euro in die roten Zahlen. Der Vorstand hat bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Kostenstrukturen an die schwächere Nachfrage anzupassen.
Prognose deutlich gesenkt
Ende Juli musste R. Stahl die Jahresprognose kräftig nach unten korrigieren. Statt 340 bis 350 Millionen Euro werden nun nur noch 320 bis 330 Millionen Euro Umsatz erwartet. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll nur noch 25 bis 30 Millionen Euro erreichen statt der ursprünglich geplanten 35 bis 40 Millionen Euro. CEO Dr. Mathias Hallmann bleibt dennoch zuversichtlich: „R. Stahl wird die derzeitige Nachfragedelle gestärkt überwinden.“
Immerhin zeigt die Bilanzstruktur noch keine dramatischen Verschlechterungen: Die Eigenkapitalquote sank nur leicht von 27,3 auf 25,0 Prozent. Der Auftragsbestand von 113,0 Millionen Euro liegt zwar unter dem Vorjahr, aber deutlich über dem Jahresende 2024. Mit 1.743 Mitarbeitern weltweit und einem etablierten Portfolio in der Explosionsschutztechnik sollte das Unternehmen die Durststrecke überstehen können.







