Die Münchner Börsenplattform liefert solide Zahlen. stock3 (DE000A0S9QZ8) hat im ersten Halbjahr 2025 ungeprüfte Umsatzerlöse von 6,7 Millionen Euro erzielt. Das EBITDA kletterte auf 0,8 Millionen Euro nach 0,5 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die Zukäufe der vergangenen Monate zeigen Wirkung, und auch operativ läuft es rund. Besonders erfreulich entwickeln sich die Tradezahlen über die eigene Handelsschnittstelle brokerize.
Tradezahlen steigen kräftig
Über die brokerize-Schnittstelle wurden im ersten Halbjahr rund 1,12 Millionen Transaktionen abgewickelt – ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereits im ersten Quartal knackte stock3 die Marke von zehn Millionen Trades seit Start der Handelsmöglichkeit im Juni 2015. Das zeigt, dass die Plattform bei aktiven Anlegern gut ankommt. brokerize konnte zudem weitere Partner gewinnen, darunter tradegate.direct und easybank. Auch die Börse Stuttgart hat die Schnittstelle integriert. Im Banken- und Asset-Management-Bereich überzeugt brokerize ebenfalls, etwa bei Vontobel.
Übernahmen zahlen sich aus
Die mehrheitliche Beteiligung an Goldesel Investing sowie die Übernahmen von Tradermacher und Stockstreet haben stock3 mehr Reichweite auf YouTube und Instagram verschafft. Die redaktionelle Vielfalt wurde um weitere Experten und Services ergänzt. Das Zusammenspiel dieser Kanäle mit der Website stock3.com, dem Terminal und der App schafft Synergien und stärkt die Marktposition. Im September startete zudem die Marketingaktion Trading Boost, bei der Nutzer ein Vorteilspaket mit Xetra-Realtime-Kursen erhalten.
Prognose bestätigt
Für das Gesamtjahr 2025 rechnet stock3 mit Umsatzerlösen zwischen 13,8 und 14,3 Millionen Euro sowie einem EBITDA zwischen 1,3 und 1,8 Millionen Euro. Das zweite Halbjahr soll weitere Impulse bringen, unter anderem durch die Neuausrichtung des Abo-Modells. Künstliche Intelligenz soll zudem Kosten senken und Prozesse effizienter machen. Kostenlose Inhalte werden verstärkt hinter eine Paywall verlagert, während KI-gestützte Abläufe in Redaktion, Marketing und Kundenservice etabliert werden. Die Expertise echter Köpfe bleibt aber zentrales Qualitätsmerkmal. Mit neuen Features wie dem TradeTracker, einem digitalen Trading-Tagebuch, will stock3 die Kundenzufriedenheit weiter steigern. Die volatile Börsenlage mit hoher Handelsintensität spielt den Münchnern dabei in die Karten.









